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Cyclamen
Cyclamen europaeum – Alpenveilchen, Erdscheibe, Schweinsbrot

Beschreibung:
Der ausdauernde Wurzelstock bildet eine fleischige, 3 bis 5 Zentimeter im Durchmesser haltende, rundliche, ein wenig zusammengedrückte, mit Wurzelfasern besetzte, mehrere Stengel treibende, schwarz rotbraun berindet, inwendig weiße Knolle.

Die sehr kurzen Stengel sind braun, mit Blattnarben besetzt.

Die nur in geringer Anzahl erscheinenden, sehr lang gestielten Blätter sind rundlich herzförmig oder herznierenförmig, von lederartiger Beschaffenheit, kahl, aderig, immergrün, am Rande buchtig knorpelig kerbzähnig,auf der oberen Seite dunkelgrün mit zahlreichen verlaufenden, weißlichen Flecken, unterseitig violettpurpurot mit grünlichen Nerven; die runden, meistens etwas gedrehten Blattstiele sind ziemlich dünn, gleich den Blütenstielen bräunlichrot, mit kleinen gestielten Drüsen besetzt.


Die wohlriechenden, überhängenden Blüten stehen einzeln an sehr langen Stielen, welche gleichfalls drüsig, in der Regel gedreht oder gewunden, aufrecht, die Blätter überragend sind, bei der Fruchtreife rollen sie sich zusammen, liegen auf dem Boden und schließen die Frucht zum Teil in ihren Windungen ein. Der bleibende grünliche Kelch ist glockenförmig, unten fünfeckig, oben in fünf eirunde, spitzige, braungeaderte Zipfel gespalten; die Krone ist einblätterig, ihre Röhren bauchig glockenförmig, kurz, glänzend farblos, fast durchsichtig, etwa doppelt so ist der fünfteilige, lila rosenrote oder purpurfarbenen Saum, dessen Zipfel verkehrteirund lanzettlich, stumpf zugespitzt, feingezähnelt, in der Mitte gedreht und völlig zurückgeschlagen sind, wodurch der stumpfeckige, dunkelpurpurrote Schlund stark hervortritt; die fünf , dem Grunde der Röhre eingefügten, den Zipfeln gegenüberstehenden Staubgefäße haben sehr kurze Fäden und große, pfeilförmige, gefurchte, gegen den Griffel geneigte gelbe Kölbchen; der rundlich keulenförmige Fruchtknoten ist einfächerig, bräunlich purpurrot, er trägt einen fädigen, ziemlich langen Griffel mit kleiner stumpfen Narbe.

Die Frucht ist eine ansehnliche rundliche, graubraune bis rötliche, vielsamige aber einfächerige, mit fünf oder sechs Klappen aufspringende Kapsel, die rotbraunen Samen sind rundlich vieleckig.

Verbreitung:
In schattigen Laubwäldern ist das Alpenveilchen in der Hügel-, Berg- und dem größten Teil der Alpenregion durch das südliche und westliche Europa und das südlichere Deutschland sehr verbreitet. Die Pflanze blüht im April und Mai und ein zweites Mal im Herbst.


Verwendung in der Homöopathie

Erstprüfung:
Hahnemann, S. Reine Arzneimittellehre. Bd. V. Dresden 1819, S. 38-56.

Verwendete Ausgangsstoffe:
Ausgepreßter Saft der frischen Wurzel, gegen den Herbst zu, mit gleichen Teilen Weingeist gemischt [Hahnemann, S. Reine Arzneimittellehre. Bd. V. Dresden 1819, S. 38.]

Wirkungsdauer:
Spätestes Prüfungssymptom am 4. Tag
[Hahnemann, S. Reine Arzneimittellehre. Bd. V. 2. Aufl. Leipzig 1826, S. 38.]


Weitere Informationen unter:
www.gypser-verlag.de


Bilder- und Literaturverzeichnis:
Villers, A. v. und F. v. Thümen. Die Pflanzen des homöopathischen Arzneischatzes. Tafelband II.
    Dresden 1893, Tafel 65.
Gypser, K.-H. (Hrsg.) Materia Medica Revisa Homoeopathiae – Cyclamen /
    verfasst von Ewa Kowzan. Glees, 2008, S. 5
Villers, A. v. und F. v. Thümen. Die Pflanzen des homöopathischen Arzneischatzes. Band I.     Dresden 1893, S. 147-148.





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